Iron(wo)man Simone Schimpf

simone_schimpf_webEigentlich war ich immer schon vom Motorsport begeistert. Mein erstes Motorrad eine Kawasaki ZX-10 habe ich mir gleich nach dem Führerschein gekauft und auch gleich in der ersten Saison zerstört. Dann war mal Pause für einige Zeit...

2006/2007 hat mich ein Freund auf eine Motocrossmaschine gesetzt. Da habe ich wieder meine alte Leidenschaft entdeckt, mir gleich eine eigene gekauft und bin fleißig auf Motocrossstrecken dahin geeiert. Der Erzberg in der Steiermark zum Beispiel ist da natürlich für Motocrosser und Enduristen ein Pflichttermin. Von 2007-2011 auch für uns.

Zum richtigen Endurofahren bin ich eigentlich durch meine bessere Hälfte Hannes gekommen, da dieser den Endurosport vorzieht. Also hab ich das dann auch mal probiert! Aber es scheiterte schon an kleinen Baumstämmen.... Da ich aber recht ehrgeizig bin habe ich es weiter versucht, und bin immer wieder auf die Schnauze gefallen (jetzt auch noch), z.B. am Erzberg 15m rückwärts mit meinem Bike zusammen den Hang abgestürzt uä. Aber erstaunlicherweise macht es mir immer noch Spaß und ist ein toller Ausgleich zu meinem Beruf :-) Danach folgten einige ACC Rennen und kleinere Enduroveranstaltungen.



Letztes Jahr haben uns 2 Freunde gefragt, ob wir nicht bei einem 24-Stunden-Rennen in Deutschland mitmachen wollen. Da wir Herausforderungen lieben, haben wir diese Einladung gerne angenommen, obwohl wir da noch nicht wussten, was wirklich auf uns zu kommt. Gesagt, getan wir fuhren zu Pfingsten auf den Laussitzring. Als wir ankamen war das Quadrennen gerade voll im Gange - sehr spannend... Am Tag des Schicksals haben wir uns noch gestärkt und zwar mit einem "lecker" Hähnchen vom Grill. Für uns Österreicher ist ja "lecker" kein so gängiges Wort, wir benutzen da eher "gut" uä. Aber ab diesem Zeitpunkt war bei uns alles nur noch "lecker" :-)

tunesien_2011_web

Dann war es so weit...unkoordiniert, jungfräulich, aber voller Begeisterung gingen wir also an den Start. Unser erstes Ziel bestand eigentlich darin, dass alle vier Fahrer noch vor Dunkelheit einmal zum Fahren kommen, damit wir uns mit der Strecke vertraut machen konnten.
Als ich an der Reihe war meine ersten Runden zu fahren, war ich sehr nervös, aber die Stimmung und Strecke waren einfach toll. Die Hindernisse im Zuschauerbereich waren sehr ansprechend für Fahrer und Zuschauer. Sehr außergewöhnlich war auch der weiche Untergrund. Nach jeder Runde veränderte sich die Strecke stark, war aber nach 24 Stunden trotzdem noch gut befahrbar - großes Lob an die Organisatoren und Helfer, die sofort Umleitungen eingerichtet haben, wenn es wo gestaut bzw. nicht mehr gut zu bewältigen war - wirklich super! Probleme hatten wir eher im Team selbst. Mit dem Transponderwechsel aber auch mit der Einteilung, wer, wie viele Runden absolviert. Da ich selbst immer sehr lange brauche um meinen Rhythmus zu finden, waren 2 Runden, die jeder von uns fahren sollte, für mich fast zu kurz. Das war auch die Geburtsstunde der Iron Lady im Iron Man Wettbewerb!

motocrossen_2011_web

Zum Ende des Rennens waren die Wellen im Waldboden locker 1.5 Meter hoch. Es war dann schon echt eine Überwindung sich jedes Mal durchschütteln zu lassen (ich weiß: mit genug Gas, könnte man über die Wellen teilweise springen - für mich leider nicht machbar, denn ich würde spätestens in der nächsten Welle stecken). Das geilste Gefühl ist aber, wenn das soooo lang ersehnte Ziel am Ende des Rennens zum Greifen nahe ist - kann man nicht beschreiben, ist einfach ultra steil!

Ein weiteres Highlight war die Ehrenrunde aller Fahrer am Lausitzring - wirklich super schön und ein tolles Gefühl, wie alle "Überlebenden" des 24-Stundenrennens gemeinsam noch eine Runde gedreht haben....

e_day_lausitzring_2011_web

Fazit: Lecker Endurance Day 2011, Ziel 2012 - auch lecker Endurance Day, diesmal alleine in der Iron Man Klasse und überleben!!! :-)

Social Media

facebook klein     youtube-klein

Promoted By

logo baboons