Endurance Day 2007

Jenseits der Donnerkuppel…

…trifft sich Mad Max mit anderen Crazy Guys, um sich’s so richtig zu besorgen. In der Donnerkuppel herrscht eine Welt jenseits des rauen Alltags. Dort trifft man nur glückliche Menschen, die abgeschirmt unter künstlicher Sonne an einer künstlichen Lagune ein Leben in Luxus genießen. Draußen wird ums Überleben gerungen.
Ein Szenario, wie in einem guten Science Fiction – und beim Endurance-Day 2007 am Tropical Island südöstlich von Berlin doch Realtität. Weit über 200 Teams kämpften gegen die Unbilden eines ehemaligen Militärflugplatzes, gegen den Inneren Schweinehund, den Sand, die Hitze und das Wasser eines brutalen Gewittersturms.
Die Quads besorgten es sich fünf Stunden lang, die Helden der zwei Räder einen ganzen Tag und eine ganze Nacht. Dramen spielten sich ab in den bis zu zwei Meter tief ausgefrästen Spurrinnen der Bunker-Auffahrten, wo die Ritter mit ihren Schwertern zwischen den Zähnen um die beste Spur rangen. Die langen Vollgasgeraden fuhren sich wegen der Bodenwellen am Ende auf 50 Meter Breite aus, wurden zu Spielplätzen für Drehzahlorgien oder auch Plätzen der kurzen Erholung zwischen den anspruchsvolleren Aufgaben.


Und so waren am Ende alle zufrieden. So viele Teams hatten noch nie die Zielflagge gesehen. Die Strecke war absichtlich nicht zu schwer gesteckt. Schwer wird’s von allein – nach der langen Fahrtzeit, durch den Staub, die Hitze, den Regen, die Nacht…
Acht Nationen wurden unter den Teilnehmern gezählt. Rund 7000 Besucher registrierten die Veranstalter an dem Wochenende auf dem Gelände rund um die Traumwelt.
Die Siegerehrung gab es standesgemäß auf der Bühne des Megabades, bei 30 tropischen Graden, einem kühlen Bier und zwar begeistertem aber doch etwas ermattetem Applaus. Der Tag und die Nacht waren zu lang, um der Begeisterung in Sektströmen freien Lauf zu lassen. Aber die Begeisterung ist trotzdem in den Herzen der Teilnehmer – ganz bestimmt. Bis zum nächsten Kampf jenseits der Donnerkuppel.
Splitter:

* Gratulation an KTM für einen Doppelsieg in der Prestige- und Sportsclass und als Nr. 2 fuhr auch noch Husaberg vorne mit.
* TM Racing hielt die blauen Farben hoch mit Platz 2 mit begeisterter moralischer Unterstützung aus Dänemark.
* Ein weiterer blauer Achtungserfolg für Parthen mit Platz 3.
* Kämpfe an den kurzen Bunkerauffahrten, die nachts zum Geisterflug wurden, weil das Licht immer erst dann wirkte, wenn man schon im Loch war.
* Keine Schwerverletzten, aber immerhin 9 Schlüsselbeine.
* Das Flair der Nacht - ein einmaliges Erlebnis, wenn dampfende Gesellen durch die Landschaft schweben, in Liegestühlen die Augen pflegen, unter Fluchen an ihren Maschinen schrauben.
* Über 100 Quads erstmalig am Start - ein super Feedback. Riesen-Spektakel für die Zuschauer.
* Nachfrage nach einer Ironman-Wertung wird immer größer, evtl. nächstes Jahr eine neue Klasse bei den Bikes - aber nur mit ärztlichem Attest.

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